Healing the wounds, undermining the peace?

Healing the wounds, undermining the peace? Excavation of mass graves and the search for justice in Somaliland (gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung, Markus Höhne, 2015-2017)

Die Achtung der Menschenrechte und die Verfolgung ihrer Verletzer ist seit den 1980er Jahren zu einem global relevanten Thema geworden. Neben völkerrechtlichen Maßnahmen spielen dabei Techniken, die im Rahmen der forensischen Anthropologie entwickelt wurden, eine große Rolle. Das Projekt erforscht die Auswirkungen der Öffnung und forensischen Auswertung von Massengräbern in Somaliland (Nordwestsomalia). Dort sind Gerechtigkeitsvorstellungen von islamischen und traditionellen Werten beeinflußt. Auf theoretischer Ebene liegt der Fokus auf den „Übersetzungsleistungen“ im Kontext von Technologie- und Wissenstransfer.

Zentrale Fragen sind: Wie wirken sich die Exhumierungstechniken auf das Verständnis von Gerechtigkeit vor Ort aus? Was lässt sich daraus in Bezug auf Vergangenheitsaufarbeitung in Somalia als ganzes lernen, während das Land almählich einen Weg aus einem 25 Jahre dauernden (Bürger-)Krieg findet? Wie funktioniert die globale Ökonomie von Vergangenheitsaufarbeitung und Zurechnungsfähigkeit?

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