Referent_innen

Behrens AndreaDr. Andrea Behrends (Universität Halle-Wittenberg)

Andrea Behrends leitet ein von der DFG gefördertes Forschungsprojekt, das sich vergleichend mit materiellen und sozialen Ordnungen beschäftigt, wie sie durch Erdölproduktion in Afrika entstehen. Des Weiteren ist sie Mitbegründerin eines ethnologischen Forschungszentrums in N'Djamena, Tschad, und schreibt an einem Buch über „Grenzüberschreitungen" an der Tschad-Sudan Grenze. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Vertretungsprofessorin ist sie in Halle/Saale tätig. Ihre Veröffentlichungen beschäftigen sich mit Fragen der politischen Anthropologie über Konflikte, Ressourcen, Differenz und Globalisierung.

 

Eckert JuliaProf. Dr. Julia Eckert (Universität Bern)

Julia Eckert ist Professorin für Sozialanthropologie an der Universität Bern und forscht schwerpunktmäßig zu Themen wie Konflikttheorien, sozialen Bewegungen und Politikethnologie. In 2009 habilitiere sie sich an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg mit der Arbeit "The Virtuous and the Wicked: Anthropological Perspectives on the Police in Mumbai". Am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle war sie Leiterin der Forschungsgruppe 'Law against the State', die den Zusammenhang zwischen der Juridifizierung von Protest und der Transnationalisierung von Rechtsnormen untersuchte. Sie hat zahlreiche Monographien und Sammelbände publiziert, in denen sie sich mit Fragen zu Staatsbürgerschaft, Konfliktlösung oder Anti-Terrorismus, vor allem in Indien, beschäftigt.

 

Eisenlohr PatrickProf. Dr. Patrick Eisenlohr (Universität Göttingen)
Patrick Eisenlohr lehrt zurzeit an der Universität in Göttingen. Er ist Professor für Gesellschaft und Kultur des modernen Indiens und leitet die gleichnamige Forschungsgruppe des Centre for Modern Indian Studies (CeMIS). Eisenlohrs Forschung im Bereich der Medienethnologie und der linguistischen Ethnologie ist international anerkannt. Spezifische Themen seiner Arbeit sind Sprache, Religion und Staatsbürgerschaft, sowie Diasporabewegungen. In seiner Promotion an der University of Chicago arbeitete er zu ethnolinguistischer Identität und Diaspora in Mauritius. Er hatte 2004 eine Gastprofessur an der New York University und übernahm anschließend eine Assistenzprofessur an der Washington University in St. Louis. Von 2008 bis 2012 war Eisenlohr Professor für Kulturanthropologie an der Universität in Utrecht.

 

Finke Peter Prof. Dr. Peter Finke (Universität Zürich)
Seit 2006 ist Peter Finke Professor für Ethnologie an der Universität Zürich und Mitglied des universitären Forschungsschwerpunkts "Asien und Europa". Seine Forschungsinteressen liegen unter anderem in den Bereichen Sozialtheorie, Wirtschaftsethnologie und postsozialistische Transformationen. Er ist zurzeit Herausgeber der Zeitschrift für Ethnologie. Peter Finke wurde an der Universität Köln zum Thema Bauernwirtschaft im ländlichen Kasachstan und Kirgistan promoviert. Ab 2000 war er Mitglied des Max-Planck-Instituts für ethnologische Forschung, wo er sich mit kollektiver Identität in Usbekistan befasste. Mit diesem Thema habilitierte er sich schließlich an der Universität Leipzig. Vor dem Antritt seiner Professur in Zürich übernahm er Gastprofessuren an der Universität Hampshire und an der Middle East Technical University, Ankara, Türkei.

 

Dr. Katja Geisenhainer (Universität Wien)

Als Forscherin und Dozierende beschäftigt sich Katja Geisenhainer intensiv mit der Geschichte der Ethnologie. Im Rahmen eines Lise-Meitner-Stipendiums untersucht sie derzeit Kontakte zwischen der Wiener Völkerkunde und Institutionen im deutschsprachigen Raum. In Promotionsprojekt beschäftigte sie sich kritisch mit dem Werk und Wirken des Rasseforschers und Ethnologen Otto Reche, der das Leipziger Institut während der Zeit des Nationalsozialismus geleitet hat. Im Anschluss betrachtete sie auch Reches Verwicklung in Nazi-Unrecht im Falle der jüdischen Ethnologin Marianne Schmidl (1890 - 1942). Ihr neuestes Publikationsprojekt ist eine Anthologie zur Leipziger Ethnologie, die sie gemeinsam mit Bernhard Streck und Lothar Bohrmann herausgibt.

 

Streck Bernhard

Prof. Dr. em. Bernhard Streck (Universität Leipzig)

Bernhard Streck hat das Institut für Ethnologie in Jahren 1994 bis 2010 geleitet und in der schwierigen Nachwendezeit mit Enthusiasmus geprägt. In seinen Publikationen setzt sich Streck intensiv mit der Geschichte seines Faches auseinander. Er forscht und schreibt zu einer Vielzahl von Themen wie dem interkulturellen Vergleich, zur komplexen Gesellschaft, zur Religionsethnologie, zur Tsiganologie, über Regionen vom Nahen Osten bis Nordostafrika. Sein auf der religionsethnologischen Vorlesung beruhende Buch "Sterbendes Heidentum" (2013) behandelt das Konstrukt der Glaubenswelt unserer Vorfahren, die aus der von monotheistischen Vorstellungen geprägten Sicht oft abwertend oder skeptisch als heidnisch beschrieben wurde. Bernhard Strecks neuestes Buch thematisiert das Leben des Afrikaforschers und Sammlers Leo Frobenius. Auch ist er Mitherausgeber der Anthologie zur Leipziger Institutsgeschichte.

 

 

 

 

Newsletter

Hier können Sie sich für unseren Newsletter eintragen und erhalten aktuelle Infos zum Institut und Veranstaltungen. // This newsletter provides you with up-to-date information about the institute and forthcoming events.